MyKnee-Individualknie
MyKnee: das Individualknie auf medizinisch höchstem Niveau.
Das Genderknie war gestern. Heute dreht sich alles um das Individualknie. Dass nicht alle Menschen gleich gebaut sind, liegt auf der Hand. Dass große Gelenksoperationen den meisten Patienten im wahrsten Sinne des Wortes unter die Haut gehen auch. Genau deshalb hat die orthopädische Abteilung im Krankenhaus der Barmherzigen Schwestern Wien unter der Leitung von Prim. Dr. Werner Anderl die Individualität bei Kniegelenksoperationen nach oben geschraubt – und damit auch die Zufriedenheit der Patientinnen und Patienten. Mittlerweile kann die Abteilung mit der Operationsmethode „MyKnee“ die höchste Fallzahl Europas vorweisen – ein Beweis ihrer Erfahrung.
Um die Patientinnen und Patienten optimal beraten zu können, wurde im Krankenhaus der Barmherzigen Schwestern Wien eine eigene MyKnee-Ambulanz für vorangemeldete Patienten eingerichtet. Jeden Mittwoch werden in der Zeit von 10.00 bis 12.00 Uhr maximal sechs vorbestellte Patientinnen und Patienten betreut und individuell auf die bevor stehende Operation vorbereitet. Sich Zeit für eine optimale Beratung und Aufklärung und damit den Patientinnen und Patienten die Angst vor der Operation zu nehmen, ist den Orthopäden ein besonders großes Anliegen.
Wenn Knieschmerzen immer schlimmer werden und weder Physiotherapie noch andere Maßnahmen gewirkt haben, bleibt oft nur noch der Weg in den OP. Patienten wissen darüber aber oft nicht viel, das häufigste Missverständnis laut Prim. Dr. Werner Anderl: „Wenn von Knieendoprothetik die Rede ist, glauben viele Betroffene, dass das ganze Gelenk ausgetauscht wird. Aber es geht dabei nur um die zerstörten Oberflächen von Schienbeinkopf und Oberschenkelknochen, die ineinander greifen. Nur die oberste abgenützte Schicht wird durch eine Metalllegierung ersetzt, während der Großteil des Knochens erhalten bleibt.“
Da wir Menschen keine Normfiguren haben und unsere Skelette sehr starke Größen- und Konstruktionsunterschiede aufweisen, sind Endoprothesen in unterschiedlichen Größen zur exakten Anpassung vorhanden. Aus diesen wählen die Chirurgen das am besten passende Modell aus.
Gemeinsam mit Medacta, einer Firma für medizinische Gelenke, hat nun Prim. Dr. Anderl die Methode „MyKnee“ entwickelt. Vereinfacht gesagt, wird durch exakte computertomografische Aufnahmen schon vor der Operation ein Modell des Patientenknies angefertigt – vergleichbar mit einem Gebissabdruck beim Zahnarzt. Die Methode mittels Computertomografie ist das Neue daran, denn mittels CT kann (vor allem im Vergleich zum MRT) die Beinachse am besten berechnet werden.
Die Endoprothese wird daraufhin individuell für genau dieses Knie angefertigt – sie passt also wie ein Inlay in einen Zahn. Am Computer wird schon vorab die ideale Beinachse geplant – ein zeitraubender Schritt, der sonst erst während der Operation erfolgt.
Schließlich konstruieren die Medizintechniker nach Vorgaben der Chirurgen am Kniemodell eine Schablone, die später während der Operation die Instrumente absolut präzise an die richtigen Stellen führt, sodass die beschädigten Knochenteile im perfekten Winkel abgesägt werden können.
Prim. Dr. Anderl: „Die Operationszeit ist durch die Vorbereitung außerhalb des Körpers wesentlich kürzer, fast halbiert.“ Dank kleinster Schnitte werden Sehnen und Muskeln geschont. Der wichtigste Vorteil des Modellknies und der präzisen OP-Vorbereitung: „Wir minimieren das Risiko von chirurgischen Ungenauigkeiten. Denn erst sieben oder acht Jahre nach einer Operation stellt sich heraus, ob die Knieoperation wirklich gut gelaufen ist. Wenn mittelfristig das Knie schlackert oder Abrieb auftritt, war die Feinabstimmung nicht optimal – und dieses Risiko minimieren wir mit unserer Operationsmethode.“
Knie
Als Spezialabteilung für Kniegelenkschirurgie und Designer eines neuen Hightech Knieendoprothesensystems werden Ihnen bei traumatischen und degenerativen Schäden die aktuellsten arthroskopischen und offenen Operationsmethoden auf höchsten Niveau angeboten. Selbst Hochleistungssportler können nach einer Behandlung wieder zu ihrem früheren Leistungsniveau zurückkehren.
Operative Therapie des schmerzhaften Kniegelenks
Arthroskopische Techniken (minimalinvasive Knopfloch-Chirurgie)
- Meniskusresektion
- Meniskusrefixation
- Knorpelersatz + Transplantation (Microfracturing, Mosaikplastik)
- Arthrosebehandlung
- Knorpelrefixation (Osteochondritis dissecans)
- Kniescheibeneingriffe mit lateralem Release
- Synovektomie (Entfernung von entzündlichem Gewebe)
- Arthroskopisch assistierte vordere u. hintere Kreuzbandplastik mit Semitendinosus, Lig. Patellae oder Quadrizepssehne
Offene Techniken (Standard und minimalinvasiv)
- Knorpelzellverpflanzung (Tissue Energineering)
- Computernavigierte Korrekturosteotomien bei O- u. X-Beinen
- Bioprothese (Kombination Knorpelchirurgie u. Beinachsenkorrektur)
- Kniescheibenluxationsoperationen
- Seitenband- und Kapselrekonstruktionen
- Geführtes künstliches Kniegelenk
- Minivalinvasive Halbschlittenprothese
- Standard u. minimalinvasiver künstlicher Kniegelenksersatz mit oder ohne Navigation
bewegungsfreiheit für ihr knie.
Schmerzt Ihr Knie, muss es nicht gleich zu einer Operation kommen. Durch die Anwendung modernster apparativer, physikalischer und medikamentöser Therapien sollen operative Eingriffe vermieden oder hinausgeschoben werden. Mit diesen so genannten konservativen Therapien erhalten Sie Lebensqualität zurück und bleiben, trotz abgenütztem Kniegelenk, mobil bis ins hohe Lebensalter.
Konservative Therapie des schmerzhaften Kniegelenks
- Modernste digitale Röntgenanlage: erlaubt sofortige exakte Diagnostik aus der Hand des Spezialisten ohne neuerliche Terminvereinbahrung
- Pulsierende Magnetfeldtherapie: pulsierende Magnetfelder haben eine viel bessere Tiefenwirkung als herkömmliche Elektrotherapie-Verfahren
- Medikamentöse Therapie
- Gelenksinjektionen und spezielle orthopäd. Schmerztherapie
- Hyaluronsäure-Therapie
- Neuraltherapie nach Huneke
- Physikalische Therapie
- TENS Behandlung
- Physiotherapie
- Spineliner-Therapie
- Kernspinresonanztherapie (MBST): Biophysikalische Behandlungsmethode um Schmerzen zu lindern, Beweglichkeit zu verbessern und die Arthrose etwas aufzuhalten.

