Aspekte der Schulterphysiologie

Die äusserst bewegliche Aufhängung des Schulterblattes am Rumpf führt dazu, dass jede Änderung der Haltung auch eine Änderung der Scapulaposition hervorruft. Das wiederum beeinflusst direkt die Grundstellung im GHG. Abb.1 zeigt  graphisch welche Langzeitwirkung dies auf die Strukturen dieses Gelenkes hat: Eine "schlampige" BWS Haltung führt zu einer Protraktion, also zu einem Vorwärtsrotieren der Scapula entlang der Thorxwand.

Schmerzen im Schulterblatt und im Nacken vermeiden

durch gezielte manuelle Mobilisation des GHG

Wir beraten Sie hierzu

Da der Arm nun einwärts gerichtet wäre, muss im GHG eine Aussenrotation stattfinden. Im Lauf der Zeit schrumpft als Folge die dorsale Kapsel und die ventrale Kapsel sowie der Subscapularis werden überdehnt und insuffizient.

Das Schrumpfen der dorsalen Kapsel führt zum sogenannten JoJo Effekt: Bei der Anteversion des Armes kann der Humeruskopf dorsal nicht mehr nach caudal gleiten sondern bleibt quasi hängen. Entsprechend pendelt der ventrale Humeruskopfbereich nach oben, kann nicht mehr unter dem Schulterdach hindurchgleiten und die ohnehin bereits überdehnten, schmerzhaften, ventralen Strukturen stossen an der Vorderkante des Acromions, bzw am AC Ligament an. Dies ist die Hauptursache des klassischen Impingement Syndromes, und ist in weiterer Konsequenz mitverantwortlich für das Entstehen einer Supraspinatusruptur.

Hier ist der wesentlichste Ansatz für die Physiotherapie der Schulter!

Wenn es gelingt die Schulterblattstellung zu korrigieren, so kommt es automatisch zu einer optimalen Zentrierung des Humeruskopfes im Glenoid. Meist ist neben einer Verbesserung der Rumpfhaltung eine gezielte manuelle Dehnung der dorsalen Kapsel und eine Kräftigung der ventralen Strukturen erfordelich!

In der oben stehenden Zeichnung sehen Sie (Links) die gesunde Stellung des Schulterblattes. Wenn bei schlampiger Haltung das Schulterblatt nach vorne gleitet, hätte das ein Einwärtsdrehen des Armes zur Folge (Mitte). Kompensatorisch wird der Arm auswärts rotiert, was zu einer Schrumpfung der doralen Kapsel (rot) und zu einer Überdehnung der ventralen Strukturen (rosa) führt (Rechts)!

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