Arthrose des Schultergelenks

Es handelt sich um einen Abnützungsvorgang, der mit einem Verschleiß des Knorpelbelages (=Knorpelschaden = Chondropathie) beginnt. Die Gelenksflächen von Schulterkopf und Gelenkspfanne können nicht mehr reibungslos gleiten. In weiterer Folge bilden sich Knochenzacken und –spangen, (die man oft eindrucksvoll auf einem normalen Röntgen sehen kann) denn der Körper versucht von Natur aus ein krankes, schmerzhaftes Gelenk ruhig zu stellen. Würde man also einfach zuwarten, so käme es in vielen Fällen zu einer vollständigen Einsteifung des Gelenkes. Wenn eine Arthrose vorliegt, ist es für Maßnahmen, die auf eine Wiederherstellung des Knorpels abzielen (zB Knorpeltransplantation) meist zu spät.

Beschwerdebild der Schultergelenksarthrose

Langsam zunehmende Schmerzen und Einschränkung der Bewegungsfreiheit...

...sind typische aber nicht sehr spezifische Symptome.

Die Schmerzlokalisation ist meist die gesamte Schulterregion, aber auch eine Ausstrahlung in den seitlichen Oberarm kann auftreten. Wie bereits oben beschrieben, kommt es zu einer fortschreitenden Einsteifung, das heißt also dass der Bewegungsradius kleiner wird und der Arm nicht mehr vollständig über den Kopf hochgehoben werden kann. Weiters tritt oft ein Reiben oder Krachen bei Bewegungen auf. Da die Beweglichkeit des Schultergelenkes abnimmt, muss sich das am Rumpf durch Muskeln fixierte Schulterblatt verstärkt bewegen, und so kommt es häufig auch zu einer schmerzhaften Verspannung  im Schulterblatt-, Rücken-, und Nackenbereich.

Ursache und typisches Alter

Ursache der primären Schulterarthrose...

...auch primäre Omarthrose genannt.

Die Ursache der am Häufigsten auftretenden, sog. primären Schulterarthrose, ist nicht ausreichend geklärt. Das typische Alter ist selten vor dem 50. Lebensjahr. Natürlich können Arthrosen auch bei jüngern Menschen auftreten wenn entsprechende Verletzungen (zB Brüche des Schulterkopfes, Gelenksausrenkungen uä.) stattgefunden haben (posttraumatische Omarthrosen). Wenn eine rheumatische Grunderkrankung vorliegt, kann es dadurch ebenfalls zu einer Schulterarthrose kommen (Rheumatoide Omarthrose). Selten führt eine Durchblutungsstörung des Knochens zum Absterben eines Schulterkopfteiles woraus sich wiederum eine Arthrose entwickeln kann (=Humeruskopfnekrose).

Untersuchungsmethoden

Der erste Schritt...

ist die klinische Untersuchung durch einen Arzt.

Da dieselben Symptome aber auch bei anderen Schultererkrankungen auftreten können, empfiehlt es sich einen auf Schultern spezialisierten Facharzt zu konsultieren. In jedem Fall müssen Röntgenbilder angefertigt werden.

Wie bereits erwähnt ist eine Arthrose auf einem Röntgen sehr gut zu erkennen. Die Bilder werden vom Röntgenfacharzt schriftlich befundet. (Wir warnen allerdings davor diese Befunde selbstständig etwa mit einem medizinischen Lexikon zu übersetzen, da viele Veränderungen unter Umständen für Sie und Ihre Beschwerden nicht relevant sind, zum Teil sogar in einer bestimmten Altersgruppe quasi normal sind. Eine Diagnose lässt sich in den allermeisten Fällen erst in der Zusammenschau von klinischer Untersuchung mit allen Befunden, durch einen entsprechend geschulten Arzt stellen.)

In schwierigeren Fällen vor Allem dann wenn eine Operation geplant werden sollte, benötigt man eine CT Untersuchung. Mit dieser Untersuchung kann das knöcherne Skelett dreidimensional dargestellt werden. So können operativ die notwendigen Korrekturen geplant und durchgeführt werden.

Mit einer MRI Untersuchung wird noch abgeklärt in welchem Zustand die Sehnen und Muskeln sind, weil auch das bei der Therapieplanung eine entscheidende Rolle spielt.

Therapie

Die konservative Behandlung

umfasst schmerz-, und entzündungshemmende Maßnahmen.

Diese wären beispielsweise Injektionen, Tabletten und physikalische Therapie. Oft kann durch eine gezielte Infiltration der Schmerz für viele Wochen, ja sogar Monate vertrieben werden. Physikalische Therapien werden ebenfalls zur Schmerzbekämpfung eingesetzt (zB Massagen zur Entspannung der verkrampften Schulterblatt-, und Nackenmuskulatur).

Ein guter und länger anhaltender Erfolg kann durch Einzelphysiotherapie erzielt werden. Das Ziel ist, die Wirbelsäulen- und damit die Schultergürtelhaltung zu optimieren (Die Schulter kann viel besser und schonender eingesetzt werden, wenn die Schultergürtelposition stimmt!). Weiters kann schulterschonendes Verhalten gelernt werden (Viele Alltagstätigkeiten können so umgelernt werden, dass sie den gleichen Erfolg bringen aber keine Schmerzen mehr verursachen!). Wenn bereits eine beginnende Gelenkseinsteifung vorliegt, wird die Einzeltherapeutin (der Einzeltherapeut) versuchen das Bewegungsausmaß durch Dehnen verkürzter Kapsel-, Band- und Sehnenstrukturen zu vermehren.

Operative Behandlung

Wir beraten Sie...

...welche Vorgangsweise für Sie persönlich optimal ist.

Ob und wann eine Operative Behandlung erforderlich ist hängt von mehreren Faktoren ab: In manchen Fällen wird man Ihnen als Arzt zur Operation raten (etwa wenn sich durch Zuwarten der Operationserfolg verschlechtern würde), in vielen Fällen muss die Entscheidung aber gemeinsam getroffen werden. Dazu ist es wichtig zu wissen was Sie als Patient sich für Ihre Schulter erwarten!

Die Ansprüche sind ganz unterschiedlich: Den Einen reicht es völlig wenn sie wieder Alltagstätigkeiten schmerzfrei verrichten, und ungestört schlafen können, während Andere den Arm bei Ihrer Arbeit oder im Sport wieder über Kopf belasten wollen. Ihr Arzt, der nun Ihre Befunde, Ihre Leiden und Ihre Erwartungen kennt kann jetzt einschätzen ob eine konservative Behandlung ausreicht und gerechtfertigt ist, oder ob eine Operation für Sie die bessere Lösung wäre. Er wird Sie über die chirurgischen Möglichkeiten aufklären.

In vielen Fällen werden Sie überrascht sein wie gut man Beschwerden heutzutage operativ in den Griff bekommen kann, in manchen Fällen wiederum erhoffen Sie sich vielleicht Unmögliches.

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